Walliser Kultur

Walliser Schwarznasenschafe

 Ihr erhaltet hier in meinem kleinen Schweizer Reiseblog von mir wundervolle Ausflugstip fürs Wallis und auch Ausflugstips für die Schweiz. Da die Walliser Kultur beim Erleben der Schweiz und dem Wallis sehr wichtig ist, sind hier einige Walliser Traditionen und Bräuche und dessen Kultur und Herkunft erwähnt.

  Die Walliser Schwarznasen Schafe sind unsere Ur-Rasse und sehr beliebt. Sie haben ihrem eigenen, manchmal sturen Charakter, werden zweimal im Jahr geschoren und dienten früher primär der Eigenversorgung. Ende Juni werden sie auf die oberen Alpen getrieben um zu sömmern. Mein Schwiegervater kennt jedes Tier beim Namen und behält auch die schwarzen, welche die meisten Bauern früh schlachten lassen, da sie nicht zur Weiterzucht beliebt sind. Beim Zusammentreiben nach dem herrlichen Alpsommer kommen seine Schafe ohne grössere Probleme zu ihm zurück, da er eine starke Bindung zu den Tieren hat. Dies ist sehr selten.

Als ich im Frühjahr im Stall war, war ich echt total überrascht und fasziniert von der verspielten, verschmusten Art der Lämmer. Alles wurde angeknabbert, Jacke, Schuhe, Schnürsenkel, gespielt wurde mit alten Fussbällen, mit Eimern und allem, was nicht niet und nagelfest war. Die schwerelose Art schwappte schnell auf mich über, denn auch ich begann wie ein Kind zu kichern und zu lachen, als ich von den kleinen Lämmchen als Berg und Kletterstein benutzt wurde.

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Leetschär Tschäggättä

Vom Tag nach Mariä Lichtmess bis zum Fasnachtsdienstag um Mitternacht treiben sich die Tschäggättä in den Lötschentaler Gassen umher und jagen Schaulustigen und Einheimischen mit tosenden Glocken (Trichjä) hinterher. Wers erwischt, wird mit Schnee eingerieben. Die Masken sind handgeschnitzt, aus Arvenholz und präsentieren die verschiedensten Charaktere. Heute merkt man die Spannung zwischen Traditionellen, altmodieschn Masken und modernen, kontroversen Fresken deutlich. Dennoch wecken alle Masken Kultur und Kunst. Jede ist einzigartig und wirkt ehrfürchtig, ja fast furchteinflössend. Die Masken sind auf einem massiven Gestell befestigt, welche die Fasnachtler auf den Schultern tragen. So erreichen diese imposanten Ungestüme schnell zwei Meter und mehr. Abgerundet wird der Ungeheuer Look von umgekrempelten Kleidern, Ziegen- oder Schaffellen. Früher diente der Brauch zum hoffnungsvollen Vertreiben des Winters. Früher blieb diese Treiben einzig ledigen Männern behalten, heute sind auch Frauen und Kinder dabei. Am eindrücklichsten ist der Tschäggättä Umzug vom Gründonnerstag Abend von Blatten nach Ferden. Hunderte Tschäggättä, alt und jung, klein und gross, frönen sich der Kultur und lassen uns in eine Welt vor unserer Zeit eintauchen und den Alltag vergessen. Wer mit dem Auto anreist verweilt nach dem Umzug besser noch in einem Restaurant, denn die Tschäggä ziehen auf der Strasse von Dorf zu Dorf, und haben Vortritt. Die Sperrung der Strasse für den Umzug ist selbstverständlich.

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